Archive for the ‘Allgemein’ Category

FREISTIL – Festival, Völklinger Hütte

Freitag, Juni 18th, 2021
Wir stellen unsere Künstler und ihre Stücke vor, zu sehen auf unserem Freistil Festival ab dem 24.06.21 in der Erzhalle des Weltkulturebe Völklinger Hütte:
ERÖFFNUNGSPROGRAMM:
24.06. ab 19:00 Uhr
oSONo
Performance | Improvisation
oSONo ist die Lust am Spiel, improvisiert und interdisziplinär. Auf der Suche nach Begegnungen, nach dem gemeinsamen Moment treten die Künstlerinnen in Kontakt mit sich, den Anderen, dem Klang und dem Raum.
Bei der Performance „Du und Ich“ umspannt ein hautfarbenes Gewirk die beiden Performerinnen Saskia Bommer und Claudia Gutapfel. Das Tuch schafft vielgestaltige Beziehungen, es ist Behausung, lebendige Skulptur, aufgespannte Haut, die sich im Raum bewegt, ihn transformiert. Irena Petrovsca improvisiert auf ihrer Viola und formt virtuos Momente aus Klängen, es entsteht ein Triangel zwischen den Akteurinnen. Passanten verändern das Geschehen, indem sie sich im Gelände bewegen, lauschen und sich positionieren, um zu schauen.
Dauer: 20 Minuten
Mit: Claudia Gutapfel (Performance, Tanz), Irena Petrovsca (Performance, Musik) und Saskia Bommer (Performance, Tanz)
KOLLEKTIV MY WIFE
Einlassperformance (Ausschnitt)
Eine Performance, die auf die momentan sehr speziellen Bedingungen im öffentlichen Miteinander künstlerisch reagiert und die Atmosphäre des Hüttenareals in Szene setzt: musikalisch, bildnerisch und performativ – live gespielt und live gezeichnet, und mit äußerst umsichtiger Einbindung des Publikums.
Dauer: etwa 20 Minuten
Mit: Katharina Bihler (Stimme), Monika Bagdonaite (Viola), Julien Blondel (Cello), Stefan Scheib (Kontrabass), Klaus Harth (Zeichnungen)
Als Gast: Sascha Ley (Stimme)
MARIUS BUCK
Luftweg (Klanginstallation)
Eine Trasse aus dicken Stahlträgern verläuft der Länge nach durch die Erzhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Riesige Wannen transportierten hier einst wie Gondeln das in der Erzhalle lagernde Eisenerz in die weitere Anlage. Der Saarbrücker Musiker und Klangkünstler Marius Buck aktiviert für das Festival diese Trasse und schickt akustische Signale – mit einem an ein Alphorn erinnernden Stahlgebilde. Statt Eisenerz wandern so unsichtbare Druckwellen entlang der früheren Routen durch die Erzhalle.
Grußworte
Schirmherrin Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes
Dr. Ralf Beil, Generaldirektor Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Vorstand des Netzwerk Freie Szene e.V.
Ausschnitte aus den Produktionen
SAMUEL MEYSTRE: Gortec – eine Tanzperformance
LIQUID PENGUIN ENSEMBLE: Elf Strophen aus dem Gedächtnis (Ausschnitt)
RALF PETER: ausgewählte Lieder aus Schuberts Winterreise (Ausschnitt)

do I wiederhol myself??

Sonntag, Juni 6th, 2021
Die Straßen des Neubaugebietes heißen Paul-Gauguin-Straße, Max Liebermann-Straße etc. Kaum einer dürfte dort eine Vorstellung davon haben, was das wirklich bedeutet. Mir schwebt eine Bilderreihe vor: Max Liebermann-Straße im Stil Max Liebermanns. Paul-Klee-Straße im Stile Paul Klees. Wie spiegeln sich Neubaugebiete als bildnerische Herangehensweisen?

auch schön für den Sommer, Ende Juni vormerken, Programm demnächst hier!

Samstag, Juni 5th, 2021

erkenntnis des tages (schlauer geht immer)

Mittwoch, Juni 2nd, 2021

ich empfehle formal intuitives denken und handeln

esagerare (böser klaus)

Freitag, Mai 28th, 2021

Ich finde, man kann es auch übertreiben. Aber es ist natürlich auch interessant, wie so etwas funktioniert. Da haben wir eine Malerin, Absolventin der hiesigen Hochschule, Verdienste im Vorstand des hiesigen Künstlerhauses. Tragischerweise verstorben in diesem Jahr. Und vorher hatte sie schon ihre Fans. Die Malerei wurde gelobt. Man kann darüber streiten. Tut aber niemand. Bülent Gündiz nannte sie sogar die bedeutendste, oder eine der bedeutendsten, was macht schon dieser Unterschied, Malerin im Südwesten. Ca veut dire quoi? Mir fällt hier im Südwesten nicht eine einzige Malerin, ein einziger Maler ein, den ich für wesentlich halte. Hmm. Mir war diese Malerei zu durchschaubar in ihren Mitteln, zu wenig packend, zu formverliebt, zu wenig an Inhalten interessiert. Man macht es ein wenig unscharf und schon rutschen die Menschen vor Bewunderung auf den Knien. Die letzte Ausstellung zu Lebzeiten in Neunkirchen fand ich wenig überzeugend. Es geht um nix. Die Themen scheinen sie nicht wirklich interessiert zu haben, kaum etwas kommt inhaltlich auf einen Punkt. Das meiste nur Vorwand für Farbverteilungsstrategien. Meine Begleiterin brachte es mit den Worten: „so viel vergeudetes Talent“ auf den Punkt. Man geht nicht anders aus der Ausstellung als man reingegangen ist. Die Xavier Naidoo der saarländischen Kunstszene. Und nun ist sie tot und die Himmelfahrt beginnt. Die Malerin und ihre Kunst werden immer bedeutender und bedeutender. Und niemand scheint das mehr in Frage zu stellen. Und heute muss ich in der Zeitung lesen, dass die ME-Stiftung sogar einen Preis nach ihr benannt hat, der alle zwei Jahre verliehen werden soll. Davon abgesehen, dass Kunstpreise ein äußerst fragwürdiges Unterfangen sind und eigentlich verboten gehören. Steckt das Geld lieber in Projektförderung o.ä. Aber jetzt einen Preis nach der Toten zu benennen (sorry, aber ich finde, man muss es genauso formulieren) ist schon der posthumen speichelleckerischen Angepasstheit ein Tick zuviel. Schaut mal, auch wir von ME erkennen die Bedeutung dieser epochalsten Künstlerin, die das Saarland je hervorgebracht hat. Man sollte Kirchen in ihren Dörfern belassen. Und wenn alle schön dran glauben, dann wird es auch wahr.

Samstag, Mai 15th, 2021

Brandstifter + Klaus Harth durchbrechen am Samstag 05.12.2020 das Raum-Zeit-Kontinuum, indem sie im Schaufenster der Walpodenakadmie ihren gemeinsamen Aufritt in der ehemaligen Pfaff- Fabrik Kaiserslautern live überspielen und überzeichnen. Ähnlich wie William S. Burroughs, der durch Playback Magie mittels Polaroids und deren Wiedergabe via Tapeaufnahmen unliebsame Menschen und Ort erfolgreich verwünschte, sind B.H. mit neuen Bildern und KlangKoerpern zur Wiedergabe ihres Videos https://youtu.be/lM1wjHClWMs von 2018 keinem geringeren als dem Coronavirus zu Leibe gerückt…

Performance im Rahmen des Walpodencekalenders, täglich Performance im Schaufenster der Walpodenakademie im Advent.

Eine Veranstaltung des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V.

das war mir nicht klar…

Dienstag, Mai 11th, 2021

ein aportroph′ales w‘erk sofa´sofiele son´derzeichen, dass ic´h gar nicht weiß, was ich weiß…

Danke für den Hinweis!

Das isses, oder? → ´

‘’“”‚„¦¨´

 

text siehe bild

Dienstag, Mai 11th, 2021

Nach einer knappen Woche den Widrigkeiten abgetrotzes Treffen des LAFTMV und der Freien Szene Saar, kann ich sagen: das war cool. Man hat mir eine Patin zugespielt, die wunderbar ernste facebook-Kommentare schreiben kann, die das übliche Blablatrallala weit hinter sich lassen. Und ansonsten war es schön, Ideen und Erfahrungen zu tauschen, auch wenn natürlich, wie so immer derzeit, vieles nur am Bildschirm stattfinden konnte. Sehr schön war allerdings der Spaziergang am Freitag, wo die beiden angereisten Gästinnen kleine Vorführungen erleben durften. Da durfte ich ja auch kurz mitspielen. Très chic war das. Jana heißt vorne Jana und hinten Sonnenberg. Das hab ich erst gemerkt, als alles schon vorbei war. Daher kommt die Zeichnung mit dem Sonnen- und dem Zuckerberg. Und von der Sonne, die, wie ich jetzt gelernt habe, hinter Mecklenburg-Vorpommern ihren Tageslauf beginnt, ja scheiße, wie sollte dieser Satz jetzt weitergehen und enden?? Das ist wie mit solchen Treffen. Der Anfang ist gemacht. Was draus wird, wird sich finden. Sellerie!

Freiheit, die ich meine

Dienstag, Mai 11th, 2021

Fahrer des Wagens mit der Nummer NK – VR 555: ich finde das ja ein wenig lächerlich. Da fährst Du im 60er Bereich, von der Autobahn kommend, auf der linken Spur mit mindestens 90 an allen anderen vorbei, um dann 50 Meter vor dem Dir bekannten fest installierten Blitzer scharf runterzubremsen, mit 50 dran vorbeizufahren, um dann direkt wieder zu beschleunigen (ab dort ist offiziell weiterhin 50, von wegen innerorts und so), um dann an der Ampel am Kreisel unten etwas länger zu warten als alle bereits überholten. Was ich daran so lächerlich finde? Wenn Du schon denkst, Freiheit zeige sich dort, wo man sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, dann solltest Du auch so konsequent sein und fröhlich lächelnd mit 90 am Blitzer vorbeirasen.  Freiheit bedeutet nix, wenn man sie nur dort auslebt, wo es nix kostet.  Und stell Dir mal vor, es gebe Ampeln für Spermien! Natürliche Schönheit kommt von innen! Hör zu: Vier ineinander verkringelte Kreise: dahinter sitzt nur selten ein kluger Kopf!

Norma

Mittwoch, Mai 5th, 2021

Heute auf Facebook wieder ein Post eines in Neunkirchen stadtbekannten Gastronomen mit durchaus gastronomischen Verdiensten. Seine gedanklichen Verdienste schätze ich aber nicht so hoch ein… Er hat seine Fangemeinde und die begreift sich, so wie er, als die standhaften und normal denkenden Menschen mit normalen Gedanken. Vor nichts habe ich mein ganzes Leben mehr Angst als vor den normal denkenden Menschen oder denen, die sich dafür halten, bzw. ihre Gedanken als Norm setzen. Eine Neunkircher Wahlhelferin bei der letzten Bundestagswahl hat mir mal erschüttert von den falsch oder merkwürdig ausgefüllten Wahlzetteln berichtet. Einer habe sogar Erststimme SPD und Zweitstimme AfD angekreuzt. Nun, ich hätte da durchaus jemand in Verdacht…

ein tag in freier denkbahn

Samstag, Mai 1st, 2021

1.5.21 info aus zweiter hand: jan böhmermann hat recherchiert oder recherchieren lassen: kinder bekommen wichtige medikamente nicht verschrieben, weil die ärzte lieber homöopathie verschreiben und dadurch ihr kontingent bereits ausgeschöpft usw. usf.: stimmt, genauso erlebe ich das auch immer, ich sitze beim arzt und will endlich mal wieder einen stärkere betablocker verschrieben haben, der schickt mich aber mit irgendsoeiner scheiß-homöopathie nachhause, an der er sich eine goldene nase verdient— häh?? leute, was ist los??? wo ist das problem??? das problem ist doch nicht, dass sich 75 Mio Deutsche mit billigster Homöopathie volldröhnen, sondern dass es kaum jemand gibt, der nicht Betablocker, Blutdruckmittel oder mindestens Makumar schluckt. Die Leute sterben im Alter an Medikamentenvergiftung. Das ist die Wahrheit. Ich gehe nicht oft zum Arzt, aber in 57 Jahren Lebensgeschichte hat mir noch nie, in Worten: noch NIE, ein Arzt ein homöopatisches Mittel angeboten, never, einen Blutdrucksenker aber fast immer. Und Betablocker hab ich mit 19 mal geschluckt. Tapfer, brav und unkritisch. Fast zwei Jahre lang, bis ich dann Zivi im Krakenhaus war und etwas kritischer.

ein tag in freier wildbahn

Samstag, Mai 1st, 2021

Michael Fetzer, Veronika Olma and me durften gestern die Schaufenster des Radiogeschäftes STEINER in Kaiserslautern bespielen. Ein Haus, seit Jahren leerstehend, kurz vorm Abriss, drinnen Schuttberge wie auf der Baustelle der Pyramiden. Ohne präzise Absprache ergeben die Fenster einen schönen bildnerischen Rhythmus, changieren zzwischen Wille und Unfall, zwischen sensibler Form und Dreck, zwischen hingerotzt und präzisem Denken. So wie ich das gerne mag. Das war fein und hat Spaß gemacht. Mein Fenster heißt: INFORMIEREN – DEFORMIEREN und zeigt einige Sätze aus der Reihe meiner tagessätze. Fast wie eine Wandzeitnung während der chinesischen Kulturrevolution. Ein kleines Glück zwischendurch. Und wäre bei wohlgegelten Kulturentscheidern kaum durchgegangen. Wie schön, dass man sowas trotzdem machen darf. Danke an das Team vom Theodor-Zink-Museum. 🙂

non c´è più – – –

Freitag, April 30th, 2021

Die Performance am 7.5.21 im Eingangsbereich des Saarländischen Künstlerinnenhauses ist abgesagt. Aus weltweit bekannten Gründen, die mir aber kein Geld in die Kassen spülen.

seit heute bin ich übrgens erstgeimpft, nur so by the way…

Mittwoch, April 28th, 2021

Pressemitteilung des Netzwerk Freie Szene e.V.

Stellungnahme zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes

Nach monatelangen Schließungen, in denen es keine substanziellen Perspektiven für die Künste gab, schreibt die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes diesen Zustand für unbestimmte Zeit weiter fest. Trotz umfangreicher Hygienemaßnahmen, die unter großem Aufwand umgesetzt wurden und überdies ganz offensichtlich fruchten – dies wurde anhand verschiedener Modell- und Pilotprojekte wie beispielsweise in Berlin, in Tübingen oder auch im Saarland bewiesen, fehlt den Kunst- und Kulturschaffenden jegliche Perspektive und Planbarkeit. Daher ist die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes aus kultureller Sicht eine Katastrophe. Nach wie vor wurde keine einzige Ansteckung in einem Theatersaal o.Ä. nachgewiesen.  Die Politik betont zwar immer wieder, wie wichtig die Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei, doch ist dies nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Immerhin ist die Freiheit der Kunst im Grundgesetz, Artikel 5, Absatz 3, festgeschrieben. Doch während man aufgrund der Religionsfreiheit Sonderregelungen für diese erlässt, wird die Kultur – das macht das neue Infektionsschutzgesetz überdeutlich – unter fernerliefen gehandelt. Der lapidare Hinweis auf finanziellen Ausgleich für ausfallende Kulturveranstaltungen ist entlarvend: Keine Rede mehr von der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung der Kultur, keine Rede von der Freiheit der Kunst, keine Rede von ihrer Rolle für unsere Gesellschaft, von ihrer Lebendigkeit, vom Erleben von Gemeinschaft trotz Distanz-Gebot, keine Rede von ihrer Rolle für die Demokratie.

Wir Kulturschaffenden sind weder Coronaleugner noch Querdenker. Dass Kultur und Infektionsschutz sich nicht widersprechen, das haben wir im letzten Jahr bewiesen.  Die Hygienekonzepte, die der Kulturbereich ausgearbeitet hat, sind sicherer als in jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens. Selbstverständlich wünschen auch wir uns, dass die Infektionszahlen zurückgehen, selbstverständlich solidarisieren wir uns mit besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und selbstverständlich plädieren auch wir dafür, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie einheitlich umgesetzt werden. Doch protestieren wir lautstark gegen undifferenzierte Maßnahmen, deren Wirkung höchst fragwürdig ist. Wir protestieren dagegen, dass Konsum und wirtschaftliche Interessen offensichtlich noch immer über die Interessen des Gemeinwohls gestellt werden. Wir protestieren dagegen, dass die Kultur auf Bundesebene immer noch gleichgesetzt wird mit bloßem Freizeitvergnügen, und nicht, wie es beispielsweise im Saarland der Fall ist, als außerschulische Bildungsstätte anerkannt wird. Und wir protestieren dagegen, dass die überaus erfolgreiche Umsetzung von Hygieneregeln einfach ignoriert wird.

Wir fordern, dass Kultur als das anerkannt wird, was es ist: Bildung – des Geistes, des Herzens, der Persönlichkeit, der Gesellschaft und ihres Zusammenhaltes.

Wir fordern die Ermöglichung von Kultur mit strengen Hygienevorschriften. Sollten die Inzidenzwerte in den nächsten Wochen und Monaten nicht signifikant sinken, so wird dieser Sommer ein verlorener Sommer – für die Kultur und die Menschen. Schließlich geht es hier um gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und älteren Menschen.

Wir fordern die Möglichkeit von Modellprojekten und die konsequente wissenschaftliche Auswertung der bisherigen Projekte, um auf dieser Basis auch in naher Zukunft, in der das Coronavirus unser Leben nach wie vor bestimmen wird, Perspektiven zu schaffen.

Und vor allem fordern wir, dass die Politik von ihren Bekenntnissen zu Kunst und Kultur endlich zum Handeln übergeht. Sonst sehen wir schwarz für die kulturelle Zukunft dieses Landes.

memorys are made of these – aus der Reihe: was macht der nur den ganzen Tag?

Dienstag, April 27th, 2021

zum Beispiel ein Memory-Spiel für die Freie Szene Saar. Als Beitrag für das Austauschprojekt mit Mecklenburg-Vorpommern. Was jetzt nur als Rumpf- und Netzprogramm stattfinden kann. Von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer gibt es vier Fotos: Hand  – Kopf – Ort und Tätigkeit. Meine wären dann z.B. folgende.

 

Und hier sind dann 20 sortierte Päckchen als Memory-Spiele. Uff.

ENTSAGUNG

Donnerstag, April 22nd, 2021

Die Kurtbuch-Präsentation im Künstler*innenhaus Saarbrücken wird aus stadt- und weltbekannten Gründen bis auf irgendwann verschoben. Das Buch kann man trotzdem im Bücher*innenhandel bestellen. ISBN 978 3 75 264150 9. Man wendet dabei das bei Buchbestellungen übliche Verfahren an. Somewhere somehow. Don´t know.

SCHEINVERHÄLTNISSE

Mittwoch, April 14th, 2021

1 Krankenschwester = 0,62 Studienrat = 0,48 Kunstprof = 0,39 Landtagsabgeordneter = 0,29 Chef Landesverwaltungsbehörde = 0,24 OB = 0,16 Gre-Wenig = 0,0032 Zetsche = 0,00074 Ronaldo; Wert = teuer 165.000 Euro = nix; 2 Äpfel = 1 Birne ; 2 + 2 = Donnerstag; 1=1,95583;

Ein teures Bild ist ein teures Bild, weil es ein teures Bild ist. Eine Briefmarke kostet 80 Cent. Ein gutes Bild bekommt man bereits für 142 Mio US-Dollar.

Alle wollen nur Geld haben, dabei heisst es doch immer, man solle loslassen…

SCHEINVERHÄLTNISSE macht nun folgendes Experiment: Sie nehmen einen Geldschein Ihrer Wahl, falten ihn zu einer Ihnen interessant erscheinenden Form und tauschen ihn anschließend bei dem ausführenden Zeichner gegen einen vor Ihren Augen angefertigte Zeichnung desselben um. Papier gegen Papier. Maschinell bedruckt gegen liebevoll handgezeichnet. Die Zeichnung eines Zwanzigers für einen Zwanziger, ein Fünfer für die Zeichnung von einem Fünfer. Gestempelt, datiert, nummeriert und signiert. Sie schützen Ihr Geld vor kalter Progression und schaffen einen Mehrwert. Dauert nicht lange und tut kaum weh. Der gefaltete Geldschein wandert in den Besitz des Zeichners. Die Zeichnung geht über in den Besitz des Falters. Was sind die Dinge wert? Was ist uns Kunst und Kultur wert? Und ist Geld ein für alle Mal unser einziger Maßstab? Dies betrifft alle Tätigkeiten in einer Gesellschaft, deren Erbringung mit Geld entlohnt wird oder nicht. Ein Lob des Ehrenamtes? Klatschen für pflegeleichtes Personal?

Am 7. Mai sitzt unser Zeichner Klaus Harth für Sie bereit. Schalterstunden von 14 – 17 Uhr. Die eingenommenen Gelder fließen ungebremst in die Taschen des Netzwerks Freie Szene Saar.

jetzt geht´s wieder…

Freitag, April 2nd, 2021

Abendbilanz

Donnerstag, April 1st, 2021

Eben auf facebook eine Werbung für die Neue Zürcher Zeitung, die sich ja seit einiger Zeit auf dem deutschsprachigen Markt einen Parkplatz rechts von der FAZ und links vom Völkischen Beobacher zu suchen scheint. Die Französische Revolution erscheint auf einer Linie mit dem Fall der Mauer und dem Sturm aufs Capitol anfang des Jahres. Als sei das alles so in einer Tradition. Ob´s einer merkt ? Kotzeimer sei wachsam. Würg.

morgenbilanz

Donnerstag, April 1st, 2021

mir geht`s ja eh grad nicht so mit den nerven und den mitmenschen und alles: heute morgen flott durch die zeitung geblättert und 1 ganze komplette seite über joni majer und ihre erfolge. schnell weggeguckte und x-mal so ähnlich dagewesene schwarz-weiß-prilblumen-„kunst“ jetzt auch im neuen café des saarlandmuseums.  Und ich hatte mich schon gefreut, dass man da wieder hindarf. naja, ins café ja auch nicht. und gleichzeitig ne präsentation in der stadtgalerie. und das sieht alles so banal und einfach gestrickt aus. 1a kommunikationsdesign.  was da auch immer kommuniziert werden soll. könnte auch im möbelmarkt funktionieren. und alle jubeln und bewundern. in ZEIT und NEW YORKER und WASWEISSICHWO abgedruckt. Fuck off. Da gehörts vielleicht auch hin. gebrauchsware, kunstgewerbe, optische fahrstuhlmusik. wenn`s dann demnächst in den saarbrücker heften auftaucht, hab ich endlich mal einen grund, das abo zu kündigen.