vrstdn

 

 

Seit letztem Jahr hatte ich die Idee zu einem bestimmten Bild, das sich mir auf einer abendlichen Fahrradtour aufgedrängt hat. Ich habe dann dort Fotos gemacht, ich habe letzten Sonntag diese beiden Skizzen gemacht. Überhaupt umtreiben mich Gedanken der Veränderung. Weniger malen, anderes malen, präziser arbeiten. Früher habe ich das Einzelbild mehr oder minder verweigert, für Nonsense erklärt und mich für die Entwiclungen von Bild zu Bild mehr interessiert als für das einzelne Bild. Das scheint sich zu ändern. Weniger Bilder herzustellen, wenn’s ja sowieso keinen interessiert, wieso also diesen Materialwust, dafür an wenigen Dingen präzise arbeiten. Die Zeichnerei war mir eh immer wichtiger, dort sind die vielen täglichen Beobachtungen und Gedanken ja weiterhin flüssig zu klären. Auch dieses Ding, das ich in meinen Kursen immer angeregt, aber selbst nie gemacht habe: ein Jahr lang an einem Bild arbeiten, egal ob man es zwischendurch immer wieder für fertig hält, wurscht, weiterarbeiten und sehen, wie man sich sebst immer wieder provozieren kann, und nach einem Jahr ist dann Schluß und fertig. Und ansonsten in „Produktionen“ denken. Mit bestimmten Menschen (oder auch solo) Produktionen schaffen, die man an unterschiedlichen Orten aufführen und zeigen kann.

2 Responses to “vrstdn”

  1. Armin sagt:

    Der Gedanke, z. B. ein Jahr an einem Bild zu malen, trieb mich auch des öfteren um. Möglicherweise ein wenig anders, als es Dir vorschwebt.

    War mit ein Grund, warum ich letztes Jahr monatelang auf die Wand in meinem Atelier malte & die ständig veränderte & variierte. (Also wieder der Prozess. Weniger das Präzise. Oder das prozesshafte so präzise wie möglich.)

    Irgendwann werde ich in einer Ausstellung vier oder sechs Wochen wohnen & arbeiten. Mit Nichts anfangen & ein Tag vor Ende wieder mit Nichts aufhören.

    Warum der Welt immer wieder neue, physische Bilder geben. Keilrahmen, Leinwand, Papier? Nur Farbe auf der Wand. Irgendwann wird alles wieder weiß überpinselt.

  2. Klaus sagt:

    Mit Nichts anfangen war eine interessante Erfahrung bei dem ZEICHENGEBER-Monat bei Christoph. Die Zeichnungen werden zwar am Schluss nicht wieder weiß übermalt, aber sie verschwinden wieder von der Wand, vielleicht landen sie demnächst in einem kleinen Büchlein, was ich ganz schön finde, gegen Bücher würde ich mich nicht wehren wollen, und wir könnten uns auch vorstellen, das auch an anderen Orten zu tun: ohne Ziel und Plan zu beginnen und sehen, worauf das hinausläuft. War am Ende sehr interessant zu sehen, wie die Dinge dann doch zusammengewachsen sind obwohl sie deutlich unterscheidbar waren. …
    PS: Text in der Kreativwirtschaftzeichnung ist eher so eine Art Mantra…nicht wirklich ein Text. 🙂

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