monochrom blau

monochromblau
Das, was für mich an Christoph Schlingensief am überraschendsten war, war eine Fernsehsendung, wo er sich mit Helge Schneider getroffen hat, und die beiden zusammen im Straßencafé sitzend ein Bier getrunken haben. Oder war es am überraschendsten, dass Helge Schneider mit Christoph Schlingensief ein Bier getrunken hat? Anschließend, oder vorher, haben beide zusammen die Mutter des einen oder die Mutter des anderen besucht. So genau habe ich das nicht mehr in der Erinnerung.
Die Kirche der Angst.
Christoph Schlingensief ist tot. Seit gestern. Toter als Sigmar Polke zum Beispiel. Toter als andere allemal.

Von den Dingen stehen die einen in unserer Gewalt, die anderen nicht. In unserer Gewalt steht: unsere Meinung unser Handeln, unser Begehren und Meiden – kurz: all unser Tun, das von uns ausgeht.
Nicht in unserer Gewalt stehen: unser Leib, unser Besitz, Ansehen, äußere Stellung – mit einem Worte: alles, was nicht unser Tun ist.
Epiktet.

Wir werden den Himmel beobachten!

2 Responses to “monochrom blau”

  1. flommersfeld sagt:

    wie meinst du das: toter als andere?

  2. Klaus sagt:

    kam mir ganz spontan, diese Formulierung—und mir schien es ein passendes Bild, das entstandene Nichts zu beschreiben: wenn vorher dort ein Leben war, das es dermaßen wissen wollte und Dinge in Bewegung gesetzt hat, d.h. dort jemand gelebt hat, der vielleicht auch ein wenig lebendiger war als manch anderer, dann reisst dies vielleicht auch eine größere Lücke…

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