grüsse an monika

darwinflommersfeld
Immer wieder werde ich gefragt, zuletzt anlässlich der Veröffentlichung von Peter Webers Flommersfeld-Phantasie. Frau M. aus B. schreibt beispielsweise: „Ist der Herr Flommersfeld real?
Oder gehört er in die Welt der Imagination.“
Ich kann sagen: Er ist real. Ich kenne ihn. Er ist mein bester Freund. Und er macht Sachen. Er hat am selben Tag Geburtstag wie Charles Darwin und Max Beckmann, um nur einige zu nennen. Natürlich ist er wesentlich jünger als die beiden.
Er macht Sachen, die man hören kann, und Sachen, die man sehen kann. Oder auch hier. Ich lese seine Sachen auch gerne vor. Und zusammen machen wir noch andere Sachen. Oder solche.

Und zum Abschluss und dem endgültigen Beweise seiner Existenz folgenden Text aus dem Jahre 1999 oder 98 oder 97?:

Vinci2

Zu Schwester Monika entwickelte ich eine besondere Beziehung. Ich wartete geduldig auf den Beginn des Morgens, darauf, daß sie mich berühren möge.

Einmal brachte sie mir ein weißes Blatt Papier und einen Stift. Sie sagte: „Lalalalala“, und deutete auf meinen Mund, dann auf das Blatt. Bald darauf ging sie und überließ mich meiner Neugierde.

Ich zog erste zaghafte Striche.

Ich dachte dabei an Flugobjekte.

Dicke Hummeln.

Bald aber merkte ich, daß mir das Zeichnen leichter fiel, wenn ich an gar nichts dachte. Der Stift bewegte sich dann fast von ganz alleine.

Als die Schwester die Ergebnisse sah, rief sie: „Mein Gott, Sie schreiben russisch!“ Sie lief aus dem Zimmer und kam mit zwei Ärzten zurück. Sie schauten sich die Buchstaben auf dem Papier an und schüttelten den Kopf.

Ich wußte nicht, was das zu bedeuten hatte.

„Alles wird wieder gut.“ sagte sie. „Alles wird gut.“

Sie weinte.

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