buchalov ist da!

Einen Tag später als geplant kommt Jürgen Küster auf seiner diesjährigen „Freunde-Tour“ zu uns nach Wemmetsweiler. Wir hatten ja sowieso von Anfang an einen Draht zueinander, und dies ist denn auch schon der dritte Besuch. Wir brauchen also kein Warmlaufen (naja, bei dem Wetter sowieso nicht) und ohne große Pläne geht es nach Kaffee und Kuchen ab in den Keller, wo es einerseits kühler ist und zweitens das Schlagzeug augebaut ist. Wir haben den Plan, uns drei Teile aus der Natur in den Weg zu legen, als Inspirationsquelle welcher Art auch immer, uns musikalisch zu begegnen und diese Begegnungen in Zeichnungen weiterklingen zu lassen. Das tun wir denn auch. Wir spielen das erstemal zusammen (zeichnerisch haben wir das schon öfter auf unterschiedlichste Art und Weise erprobt) und es ist von Anfang an ein Draht da. Jeder spielt ein wenig anders als gewohnt, bewegt sich auf etwas ungewohntem Terrain, aber Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser: Es ist für uns beide interessant und neu, was wir da tun.
Und die Zeichnungen, die sich daran anschließen, bzw. als Intermezzo das Spiel unterbrechen, zeigen durchaus etwas von dem Geist unseres musikalischen Tuns. Zumindest scheint uns das heute so. Morgen soll das Material dann etwas sondiert werden, vor allem erst einmal das muskikalische, ich bin sehr gespannt.

PS: Im Vorgespräch erfahre ich, dass er mich als „hemmungslosen“ Künstler tituliert, was mich erst einmal irritiert gucken lässt; aber nach der Erläuterung ist klar, was er meint: Wenn die Richtung steht, das Konzept für eine Idee/Arbeit klar ist, dann kennte ich kein formales Pardon, keine Zurückhaltung, ein formal hemmungsloses Vorgehen bräche sich Bahn. So oder so ähnlich. Das gefällt mir natürlich. In all den Zeiten fremdreflexionsfreier Krisen ist das eine Aussage, mit der ich mal was anfangen kann.

PPS: Im Zeisweiler Hof kann man lecker Salat essen.

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