au backe

Solche Sätze darf man schreiben, kann man aber mit Sicherheit besser formulieren:

„Sie arbeiten daran, Kunst nachhaltig als Inspirations- und Kreativitätsquelle in definierte Kontexte zu bringen und dort zu implementieren. Dafür nutzen sie Schnittstellen von darstellender und bildender Kunst und erschaffen künstlerische Verbindungen zwischen scheinbar getrennten Realitäten.“

„nachhaltig“ ist so ein Nullsummenwort, seit es so ziemlich alle im Munde führen

„wir bringen etwas in definierte Kontexte“ – wir belassen es in definierten Kontexten, oder wir bringen es in undefinierte Kontexte, also ehrlich, ich kann mir unter definierten Kontexten oder grünen oder gelben Kontexten nichts vorstellen;

was sind getrennte Realitäten? was ist überhaupt eine Realität?

In Mainz gab es mal einen Dozenten, der ernstlich gemeint hat, wenn man es nicht mit Fremdworten sagen kann, dann nehme einen keiner ernst. Ich fand das damals schon eine verschrobene Ansicht. Die Kunst ist es, komplizierte Dinge einfach auszudrücken und nicht, banale Sachverhalte durch die Implementierung von wissenschaftlich klingenden Fremdwörtern intellektuell zu verbrämen.

In dieser Hinsicht lebe ich in völlig getrennten Realitäten. Oder in einem anderen klar definierten Kontext? Fuck off.

 

 

http://www.alanus.edu/veranstaltungen/veranstaltungen-index/alle-veranstaltungen-details/details/zuschauen-mitmachen-gesellschaftliche-teilhabe-durch-kunst-iii.html

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