one satz samba

Da gibt es mal wieder, wie jedes Jahr, die Ausschreibung für den Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe. Thema in diesem Jahr: „Witz und Ironie“. Da könnte man ja durchaus auf den Gedanken kommen, mal ausnahmsweise bei dieser doch mehr als fragwürdigen Veranstaltung etwas einzureichen. Und wenn man dann weiterliest, dann steht dort: Einreichung eines Werkes. In Worten: eines! Und eigentlich beginnt doch dort schon den Nonsense: Man stelle sich einmal vor, man vergibt einen Literaturpreis und gestattet den interessierten Autoren, einen einzigen Satz einzureichen. Das muss dann reichen. Ach, haut mir doch alle ab!

One Response to “one satz samba”

  1. Armin sagt:

    Kunstpreise, Stipendien, Ausschreibungen für Wettbewerbe … die meisten ihrer Art sind einfach Scheißendreck. Kosten Zeit & Geld, bringen nix (außer Ärger & Frust) & der Erkenntnis, dass man wieder mal drauf reingefallen auf das Heilsversprechen des schnöden Mammons & der medialen Aufmerksamkeit (es gibt wenige Ausnahmen).

    In diesem speziellen Fall: Man lädt ein Bild ins Auto, fährt von Saarbrücken nach Karlsruhe, gibt das Bild ab, um es ein paar Tage wieder abzuholen. Ohne Ausstellung & ohne Preis.

    Das ist der eigentliche Witz & die Ironie in dieser Sache: Eine dadaistische Aktion. Je nach Tageszeit & Verkehr verbringt man Stunden auf der Autobahn im Stau, verpestet die Luft mit seinen Abgasen, um ein einziges Bild irgendwo hinzubringen (gut, man kann den Tag ja auch noch zusätzlich für einen Besuch im ZKM nutzen), für eine kurze Zeit zwischenzulagern & dann geht das Ganze wieder zurück.

    Okay, einige sind ja Teil der Ausstellung, drei weitere teilen sich 10.000 € – was ja eine schöne Stange Geld ist. Die Glücklichen.

    Aber der Rest? Statisten für die Statistik, Fußvolk im Rennen um Ruhm & Ehre.

    Geh fott!

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