26.2.21

10UhR22 bis10UHR32

keine lust zum aufstehen: wir drehen die zeit zurück. Ein jahr, das würde schon reichen. Wenn man 3 sekunden veranschlagt, um die uhr eine stunde zurückzudrehen, dann bäuchte man für 24 stunden 72 sekunden. Das macht bei 365 tagen 26280 sekunden. Das wären 438 minuten, bzw. 7,3 stunden. Wenn man nicht zwischendurch einen arm in den krampf bekommt oder mal kurz langsamer wird. Oder schneller. Keine pause für ein butterbrot. Wenn die uhr neben dem bett steht, kann man sogar etwas liegen bleiben. Ein jahr retour und alles noch vor sich. Hinter sich. Unter sich. Neben sich. vor jahren hab ich mir mal folgendes errechnet:

14. März 2009

Eben lese ich in der Zeitung: Hanne Darboven ist tot.

Und Klaus Zumwinkel lässt sich seine Rentenansprüche von 20 Millionen Euro ausbezahlen. Für zwei Monate Arbeit im Jahre 2008 stehen ihm weitere 714.045,- Euro zu. Ich bewege mich normalerweise ja ein wenig abseits des Sozialneidgedankens und bin mir auch durchaus darüber im Klaren, dass andere für andere Dinge auch noch mehr bekommen, aber: kein Mensch leistet so viel, dass er soviel Geld „verdient“ hätte! Keiner! Man sollte mal eine Radierung von Klaus Zumwinkel machen und sie 20 Millionen mal drucken. Oder auch nur 714.045 mal. Letzteres angenommen, und angenommen, ich könnte in einer Viertelstunde einen Abzug auf der Radierpresse erstellen, hätte ein Team, das es erlaubte, rund um die Uhr zu arbeiten, bräuchten wir dazu 178.511,25 Stunden, d.h. 7.438 Tage (in Worten: Siebentausendvierhunderachtunddreißg)oder 20 Jahre und ein paar zerquetschte Monate (in Worten: zwanzigJahre). Bei Klaus Zumwinkel waren es 60 Tage (wenn man mal davon ausgeht, dass er samstags und sonntags durcharbeitet…).

Hanne Darboven ist tot.

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