20.3.21

7uhr24 bis 7uHr29

die sprache des autoverkäufers. Er benutzt ersatzstücke. Nichts unterliegt einer inneren logik oder eines weltbildes. Vorne am eingang sagt er dies, hinten am ausgang jenes, beim unterschreiben des vertrags innerhalb von 20 sekunden das gegenteil von eben. So wie es ihm zu dem moment und uns zu passen scheint. „wie sage ich immer?“ – dieses bauteil benutzt er oft. Bringt einen versatz aus seinem leben. „Da ist man froh, wenn man dann das geld hat!“ – deshalb dann doch besser totalkredit statt anzahlung. Ein mann auf du und du. Und ich und ich und ich. Nur weiß man am schluss nicht mehr, wer man selbst ist und ob man das so gewollt hat. Ja, na klar hat man das so gewollt. Der verkäufer hat es einfach nur besser erkannt als man selbst. Schließlich verkauft er bis zu 500 autos im jahr. Großmütter gehen derweil unwillig rückwärts über die tische.

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