die welt als wille und vorstellung

der gute alte onkel schopenhauer schreibt in seinem lustigen vorwort zu „Die Welt als Wille und Vorstellung“, dass dieses Buch nur einen einzigen Gedanken enthalte, es ihm aber leider nicht möglich war, ihn einfacher auszudrücken als in der vorliegenden Abhandlung. Und wenn man es gelesen habe, solle man am besten gleich wieder von vorne beginnen, um den Gedanken auch wirklich zu verstehen.
Meinerseits musste ich heute abend seit langem (ich erinnere mich nicht wirklich), über ein Werk von mir lachen. Dies sagt man ja Arno Schmidt nach, dass seine Frau ihn beim Schreiben immer hat lachen hören…jedenfalls nehme ich das mal als gutes Zeichen. Die Idee zu diesem Objekt (wie soll man es notgedrungen auch nennen?) hatte ich gestern, ausgeführt habe ich es heute ein wenig anders als geplant, aber die Verwirklichung ließ mich lachen. Das kann doch nur heißen, dass das Werk schlauer ist als ich. Was ja nicht so schwer sein sollte. Was aber auch heißen kann, dass mir hier etwas gelungen ist, was so nicht in mir drin war, oder mir zumindest bisher noch nicht bekannt. Nungut. Jedenfalls heißt das Teil: Die Welt als Wille und Vorstellung. Und besteht aus einer Modelleisenbahnlampe, einer Leselampe, 2 Kabeln und einer Pappschachtel. C’è tutto.
Jedenfalls gibt es von meiner Seite kaum mehr als dies über die Welt zu sagen. Fertig. Werk vollendet. Der Rest ist Wiederholung.

3 Responses to “die welt als wille und vorstellung”

  1. Ekkehard sagt:

    Hallo Klaus,
    Ich schreibe absichtlich keine Kommentare. Auch das ist keiner.
    ich weiß ja, wer Du bist, aber ich „kenne“ Dich nicht. Und jetzt lasse ich mich von Deinem „Endlos“-Werk“ nicht manipulieren, provozieren, mich mit Onkel Schopenhauer, Deinem Werk oder Deinem Kommentar auseinanderzusetzen, zu philosophieren-geschweige denn, unter dem Knopf „Kommentar“ einen solchen abzugeben.
    Onkel Schopenhauer, der ja kein „Menschenfreund“ gewesen sein soll, aber nach einer Erbschaft mit genügend Kleingeld versorgt wurde, um sein Leben mit philosophieren zu verbringen um solche Sätze wie: „Das Leben ist ein Geschäft, das die Kosten nicht deckt“ in die Welt zusetzen.
    Da gefällt mir das Gedicht von einem Herrn Wallmann besser der sagt: „Armer Mann und reicher Mann schaun sich an. Da sagt der arme Mann ganz bleich: wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“! Zurück zum Thema, zurück zum Onkel. Du betitelst Dein Objekt mit der Unterschrift „Die Welt als Wille und Vorstellung“ und sagst: „..jedenfalls gibt es von meiner Seite kaum mehr über die Welt zu sagen..“.
    Aber der Wille, Klaus, der Wille! Es geht nicht nur um die Welt.
    Der Wille ist doch auch der Grund für das Leiden in der Welt. Dies folgt schon aus seinem Begriff! Der Wille will immer etwas. Das heißt, es gibt immer etwas, das ihm noch fehlt. Deshalb will er es ja!
    Der Wille ist dem zu Folge das Unbefriedigtsein schlechthin. Verschärft wird die Situation dadurch, dass der Wille auch garnicht vollkommen befriedigt werden kann, denn er kennt keine Grenzen. Aus jedem Wunsch, der befriedigt ist, erwächst ein weiterer. So wirst Du auch nichts mehr über die Welt sagen wollen können – weil „c’e tutto“ – aber unterschätze den oder Deinen Willen nicht. Er wird Dich dazu bringen, morgen wieder was auf diese Seite zu bringen.
    Und das ist gut so!
    Ach so, zu Deinem Lachen bei den Gedanken an das Werk: Onkel Schopenhauer hatte einen Freund – nein, Bekannten – Freunde hatte er ja nicht. Herr Kant hat mal gesagt:“Es gibt drei Dinge, die helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: die Hoffnung,der Schlaf und das Lachen!
    Da ich ja diesen Kommentar nicht wegschicke, lache ich darüber für mich ganz alleine.

  2. Klaus sagt:

    Gut, ich ändere also den Titel in: Die Welt als Willy und Vorstellung!

  3. Ekkehard sagt:

    „Die Welt als Willy und Vorstellung,“
    Was Willy mir der Künstler damit sagen?
    Die Vorstellung ist doch am 23./29./30.11 – im Müsterium für Bildung und
    Kul Tur in Saarbrücken – 20 Uhr – Eingang Keplerstraße 21 – für die Naviisten unter den B-Suchern.
    Kommt Willy also auch zur Vorstellung? Onkel Schopenhauer würde sich auch freuen.

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