5.3.10
Archiv für die Kategorie ‘arbeitstagebuch’
entenwal
Samstag, 06. März 2010
ich spreche kleine, alltägliche sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, einfältige sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, alltägliche, geringe sätze
immerfort für mich hin
ich bin ein pferd
und sitze niemandem auf dem schoß
es sitzt mir niemand auf dem schoß
denn ich bin ein pferd
mein abteil ist überfüllt
niemand sitzt auf meinem schoß
ich sitze niemandem auf dem schoß
denn ich bin ein pferd
ich spreche kleine, alltägliche sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, einfältige sätze
leise für mich hin
immerfort für mich hin
Zeichnung: Peter Weber. Kugelschreiber in Skizzenbuch.
Text: Stephan Flommersfeld.
skulpturales denken
Montag, 01. März 2010
Der Sturm hat hinter dem Haus derart aufgeräumt, dass man sofort an Wim Delvoye denken musste. Wenigstens mir ging es so. In Frankfurt hat es Bauteile vom Fernbahnhofs-Überbau auf die Autobahn geweht, die dann gesperrt werden musste, der Fernbahnhof ebenso und der Flughafen sowieso. Fast schon soziale Plastik: rien ne va plus.
urban plant research
Samstag, 27. Februar 2010lESLIE kUO BETREIBT EINEN WUNDERHÜBSCHEN BLOG MIT DEM tITEL urban plan reserch üBER bALKON und gARTEN BIN ICH DA LETZTENS DRÜBERGESTOLPERT. uND SEHE DAS fOTO DES wEIHNACHTSBAUMES MIT DER kREIDELINIE; wAS MIR NATÜRLICH GUT GEFALLEN UND MICH GLEICHZEITIG AN DIE fOTOS ERINNERT HAT; DIE ICH DAMALS IN wIEN GEMACHT HABE: aLSO EINFACH MAL REINGUCKEN AUF DER sEITE DER sTADTPFLANZENFORSCHUNG UND SELBST DIE aUGEN OFFEN HALTEN!

tellerkratz
Freitag, 19. Februar 2010Herausragende Projekte im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“, besondere Veranstaltungen und Ereignisse, wissenschaftliche Vorträge, bedeutende Ausstellungen und Führungen im Bereich der Bildenden Kunst sowie die wichtigsten Kunst-Institutionen selbst werden dementsprechend dargestellt und besonders gewürdigt. Das Kulturdezernat verfolgt das Ziel, in 2010, aber auch nachhaltig darüber hinaus, für die Bildende Kunst in der Landeshauptstadt Saarbrücken zusätzliches Interesse zu wecken.
Da bin ich pingelig und empfindlich. Das ist, wie wenn jemand mit dem Messer über den Teller kratzt, oder der Gabel und dabei dieses hochunangenehme Geräusch erzeugt. Und das schreibt die Stadt SB ganz offiziell auf ihrer Website ! Man muss da auch mal kleinlich sein dürfen. Und es kostet auch nicht sooo viel Mühe, im Jahr 2010 zu schreiben oder zu sagen statt in 2010. In einer Zahl kann man nix tun! Wir wollen in 13 mal unsere Füße waschen. Das ist Käse. Und leider kann ich alles, was um so eine Zahl drumrum dann auch noch gesagt wird, irgendwie nicht mehr ganz ernst nehmen. Not really. Nicht jeder Anglizismus ist scheiße. Dieser schon.
die fortsetzung der vergangenheit mit anderen mitteln (abb. vom abb. vom abb. oder: bild - schirm - punkte)
Mittwoch, 17. Februar 2010
die fortsetzung der vergangenheit mit anderen mitteln (besser)
Montag, 15. Februar 2010
am 29.11.2007 eindeutig weniger Schnee…
Hermann hat heute Geburtstag! Und Gerhard Rühm!
Freitag, 12. Februar 2010

…und, last but not least: Stephan Flommersfeld (wie übrigens jedes Jahr am 12. Februar!)(seit nunmehr 11 Jahren ist wöllstein der Nabel der akustischen Welt!)
arbeitssituationen
Montag, 08. Februar 2010
Drei äs am Boden auf Rollbild.

Staubsaugen bildet nicht ab, Staubsaugen macht sichtbar!
1171 (zehnter vogel für peter weber)
Sonntag, 31. Januar 2010
Öl auf Leinwand (ohne Weiß!), 70×80cm, 27.1.10
hell und na klar
Samstag, 30. Januar 2010
Hier schneit’s, in Wöllstein schneit’s, und ganz leise ändert sich plötzlich alles: Viele Grüße nach Wöllstein!!
ohne Abb. (nr. 2)(zu einem Telefonat mit Ute Thiel letzte Woche)
Mittwoch, 27. Januar 2010“Als ich dreizehn Jahre alt war, voll typisch jugendlicher Unruhe und Angst, versetzte mich Glenn Goulds Aufnahme der Goldberg-Variationen in einen Zustand, den ich als musikalische, emotionelle und geistige Erleuchtung empfand. Denn es war, als hätte das Spiel des Pianisten Nietzsches Auffassung von Kunst … wahrhaftig verkörpert und zum Blühen gebracht, über die der Philosoph geschrieben hatte: ‘Sie allein vermag jene Ekelgedanken über das Entsetzliche und Absurde des Daseins in Vorstellungen umzubiegen, mit denen sich leben lässt: diese sind das Erhabene als die künstlerische Bändigung des Entsetzlichen und das Komische als die künstlerische Entladung vom Ekel des Absurden.’ “
Jonathan Cott, “Telefongespräche mit Glenn Gould”, Frankfurt/Main, 1996














