Archive for the ‘arbeitstagebuch’ Category

so sieht`s draußen aus

Sonntag, August 20th, 2017

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gestern und heute im Kunstzetrum Bosener Mühle -> Kurs: Elementares Zeichnen und Skizzieren. Erster Tag gestern mit ziemlich guten Ergebnissen gegen Schluss. Heute um 7 Uhr durch die um den Bostal-See stattfindene Deutschland-Rallye sanft geweckt. Draußen fahren sie wohl irgendwelche Trainingsläufe. Morgens um 7 ist die Welt noch in WOrdnung. Das war auch früher schon nicht so.

aus meiner Vergangenheit

Dienstag, August 15th, 2017

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von 1988: meine damalige Interpretation des Cranach`schen Jungbrunnens. Plaka-Farben auf Baumwolle, möglicherweise mein erster Versuch überhaupt, auf einen solchen Maluntergrund zu arbeiten, beim Räumen der Wiebelskircher Räume gefunden, fast vergessen, sofort erinnert, und jetzt hängt`s im Bad unten. 1988. 29 Jahre her.

gesichter aus den siebzigern, teil 2

Sonntag, August 13th, 2017

Bei meinen Aufräum-Arbeiten entdecke ich auch anderes Material aus meiner Vergangenheit. Nicht nur alte Zeichnungen und Bilder, sondern z.B. auch eine Klassenzeitung, die die katholischen Schüler der 5d2 damals erstellt hatten.
In dieser Klassenzeitung wurden die beiden katholischen Religionslehrer interviewt, zu ihren Lieblingsspeisen und ihrem Freizeitverhalten, was man halt so fragen soll, wenn man grade mal zehn Jahre alt ist.
Es findet sich dort auch ein Interview mit unserem Klassenlehrer, den, ich denke nicht nur ich, sondern viele von uns, als ein ziemliches Arschloch in Erinnnerung haben. Er hat die Schüler im Sportunterricht getreten (sogenannter „Elfmeter“) und im Matheunterricht für die geringsten Verfehlungen (Geodreieck vergessen) mit Strafarbeiten belohnt. Wenn man grade mal knapp 1,45m groß und 10 Jahre alt ist, dann ist so jemand natürlich groß, alt und furchteinflößend. Jetzt gucke ich in diese Klassenzeitung und sehe: dieser Lehrer war damals gerade mal 34 Jahre alt. Von meinem selbst inzwischen erreichten Lebensalter aus gesehen ein Kickifax. Wie kann man mit 34 schon so ein Arschloch sein. Kann man natürlich, gar keine so schwierige Übung, dürfte es heute auch noch geben.
Was mir aber im Nachhinein auch noch auffällt: Das abgedruckte Interview mit ihm. Ich sehe dort Korrekturen in meiner Schrift, und ich erinnere mich tatsächlich, dass der Klassenlehrer mit dem, was da stand, nicht einverstanden war, und uns, der versammelten Klasse, seine Korrekturen in den Bleistift diktierte.
Nichts Gravierendes, nein, aber warum muss jemand seine Lieblingsspeisen und Sprachkenntnisse korrigieren (er isst keine chinesischen und indische Gerichte, er spricht kein Spanisch und Englisch). Nein, er spielt nicht Gitarre, Klavier und Klarinette, sondern nur Blockflöte.
Später war er dann in einer Bürgerinitiative intitiativ gegen ein Kohlekraftwerk, BUND-Mitglied (ich hoffe, das stimmt alles und ich muss das nachher nicht noch mit dem Bleistift hier am Bildschirm übermalen). Es ging das Gerücht, dass man ihn irgendwann aus dem Unterricht entfernt und irgendwo am Ministerium beschäftigt hat, wo er dann den Ministeriumskollegen einen Elfmeter treten konnte.
Wenn ich mich an diesen Morgen der Textkorrektur erinnere, dann erinnere mich an einen Akt großer Humorlosigkeit, was einem als Kind ja nicht auffällt, weil man einfach nur Angst hat.

Lsöungen sind dazu da, dass wir die Probleme haben, 2012

Mittwoch, August 9th, 2017

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änderungsmitteilung

Sonntag, August 6th, 2017

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Es gibt diesen alten Satz: nur wer sich ändert, bleibt sich treu, so oder so in verschiedenen Formulierungen und Zusammenhängen; heute lese ich dann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die umgekehrte Formulierung von Jean-Luc Godard: Verändere nichts, wenn es anders werden soll. Das finde ich jetzt mal einen schönen Arbeitsansatz und -titel für eine großformatige Zeichnung (und wehe, es kommt mir damit als Ausstellungstitel jemand zuvor…)

anspieltipp

Samstag, August 5th, 2017

jetzt, 2017

Sonntag, Juli 23rd, 2017

Unter www.utethiel.de findet sich unter dem Reiter „aktuell“ ein Projekt, das ich der näheren Betrachtung unbedingt anempfehlen möchte. (Was ich zum Start des Projektes aber, glaube ich, auch schon mal getan habe).

Parallel zur documenta in Athen und Kassel stellt Ute Thiel dort für jeden Tag ein Foto ein. Parallel dazu finden sich mit der Zeit auch Zitate und Texte.

Eben nach Mittagschlaf den Rechner angeschaltet, obwohl ich mir eigentlich einen Mokka machen wollte.
Und dann ganz lange im „jetzt, 2017“ hängen geblieben.
Vom letzten Eintrag bis zum ersten Eintrag rückwärts Fotos gesehen, Texte gelesen.
Eigentlich fehlen mir die Worte, das auszuloten und meine Begeisterung angemessen auszudrücken über das, was hier gelingt.
So beiläufig all diese Themen anzukicken.
Von der alltäglichen Beobachtung (und hier halten sich dann bildnerische und sprachliche Reflexionen in der Waage) zu Profundem vorzustoßen, und dann wieder den Schlenker zurück zum Abendessen mit MC Escher.
Da kann man lesen und gucken und nachdenken und hängenbleiben und hat eigentlich gar keine Lust mehr, den Rechner auszuschalten.
Man wünscht es sich als Buch, damit man es auch im Liegen lesend und betrachtend genießen kann.
Natürlich ist es gut, dass man weiß: geht die documenta zu Ende, dann findet auch dieses Projekt seinen Abschluss.
Das ist, denke ich, wichtig.
Aber man könnte da auch ewig zuhören, zusehen und mitlesen.
Bei all den Fragen, was nun wichtig ist oder unwichtig, bedeutend oder unbedeutend: hier ist etwas, was zumindest mich berührt, und ich könnte mir vorstellen, dass das auch anderen so geht.
(In meinem Geschimpfe über die diesjährige Landeskunstausstellung habe ich rumgemotzt über Kunst, die nach Kunst aussieht. Und natürlich steht die Gegenfrage im Raum: was kann es denn anderes geben? Ich finde, dieses Projekt von Ute Thiel ist ein solches, für mich gelungenes Beispiel: sieht aus wie eine Sammlung von Fotos, teilweise sogar Schnappschüssen und ein paar Texten dazu, wenn man aber hinguckt und liest und es kapiert, dann entsteht hier große Kunst, beiläufig, aber tiefgreifend, leicht und bedeutend, schöpfend aus Beobachtung, Erfahrung und Leben.)

rapidograph

Sonntag, Juli 23rd, 2017

schnell noch weiterarbeiten, den schwung nutzen, bis die nächste ablehnung ins haus steht

gestern Kaiserslautern, heute wieder ganz normal

Sonntag, Juli 16th, 2017

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SCHWEINESONNEN

Mittwoch, Juli 12th, 2017

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Schweinesonnen
– Tierdarstellungen in der zeitgenössischen Malerei
Wanderausstellung von Berlin nach Kaiserslautern..
Teilnehmende Künstler_innen in Lautern:
Jens Andres
Jörn Peter Budesheim
Klaus Harth
Vera Kattler
Oliver Kelm
Veronika Olma
Armin Rohr
Eröffnung am 15. Juli in der Eisenbahnstrasse 23 um 19 Uhr im Fuchsbau.

Öffnungszeiten: Do + Fr. 16-18 Uhr, Sam 11-14 Uhr.
Dauer der Ausstellung 15.7.-13.08.2017

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Samstag, Juli 8th, 2017

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nächste Ausfahrt: elementares Zeichnen und Skizzieren

Donnerstag, Juli 6th, 2017

film-elementares-zeichnen from Klaus Harth on Vimeo.

UND HIER DER LINK ZUR ANMELDUNG

Veranstaltungstipp

Dienstag, Juli 4th, 2017

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Schweinesonnen
– Tierdarstellungen in der zeitgenössischen Malerei
Wanderausstellung von Berlin nach Kaiserslautern..
Teilnehmende Künstler_innen in Lautern:
Jens Andres
Jörn Peter Budesheim
Klaus Harth
Vera Kattler
Oliver Kelm
Veronika Olma
Armin Rohr
Eröffnung am 15. Juli in der Eisenbahnstrasse 23 um 19 Uhr im Fuchsbau.

Öffnungszeiten: Do + Fr. 16-18 Uhr, Sam 11-14 Uhr.
Dauer der Ausstellung 15.7.-13.08.2017

vergesst die Vergangenheit (in Arbeit)

Sonntag, Juli 2nd, 2017

vergesst

VERANSTALTUNGSTIPP

Mittwoch, Juni 28th, 2017

ANTIPODES CONGREAT
Donnerstag 29. Juni 2017
19:30 Uhr Walpodenakademie Mainz
Buffet, Film, Music,Performance, Sound Poetry und Chill-out im Anschluss an die Eröffnung der Mainzer Minipressenmesse (http://www.minipresse.de) mit Ausstellenden der Messe und Künstlern aus Brandstifter’s internationalem ANTIPODES Netzwerk.
Featuring ELISH (Brussels) & Luc Fierens (Werde, Belgium), Das Fröhliche Wohnzimmer (Ilse Kilic & Fritz Widhalm, Vienna), PASmusique (New York), Thorsten Fuhrmann (Weilheim), Stephan Flommersfeld (Wöllstein) & Klaus Harth (Merchweiler), Inox Kapell (Berlin) in the exhibition KUNST IST IM VEREIN AM SCHÖNSTEN VI.
Eintritt frei, Spenden für das Buffet erbeten.
http://walpodenakademie.de/

verpasst: gesterday: Stadtbibliothek Trier: DER FALL SOLA

Samstag, Juni 24th, 2017

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Donnerstag, Juni 22nd, 2017

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bildung tut not

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Heute morgen in der Saarbrücker Zeitung ein Bericht über eine Initiative, mit einem Mahnmal an das Schicksal des 2001 wohl vergewaltigten und bis auf den heutigen Tag verschwundenen Pascal hinzuweisen. Man hat es, soweit wollen wir das mal voraussetzen, „gut gemeint“ und sich engagiert und all diese Dinge. Viele Gemeinden haben sich allerdings gegen die Aufstellung des Mahnmals ausgesprochen, was die Initiatoren verwundert hat.

Ich weiß jetzt nicht, ob die Ablehnung der Aufstellung des Mahnmals mit einem gewissen ästhetischen Grundgespür zu tun hatte. Ich möchte es mal hoffen.

Ich für meinen Teil war total irritiert: Wie kann ich bei einem Mahnmal gegen den sexuellen Mißbrauch von Kindern eine Form wählen, die dermaßen erigiert phallisch daherkommt?

Ästhetisches Feingefühl? Irgendwelches Gespür?

Der Siegburger Bildhauer Bruno Harich zeichnet für diese Skulptur verantwortlich.

Unwissenheit kann durchaus in Geschmacklosigkeit umschlagen.

Und ich will mal hoffen, dass es sich hier nur um Unwissenheit handelt.

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Veranstaltungstipp:

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Für die Freunde johannisbeeräugiger Eichhörnchen und Luther’scher Dachrinnen spielen wir nun auch in Trier!

Im Keller eines europäischen Übersetzerturms lagern 500 Jahre alte Schnipsel aus dem Papierkorb einer Eisenacher Dolmetscherstube. Daneben halbvermoderte Buchdeckel mit rätselhaften Bildsiegeln, Wanderwörter aus dem mittleren Osten und ein Erzählfragment über einen König, der den Überfluss seines Herzens in Sprache zu fassen versucht…

Unsere musikalische, sangesfreudige und bildkünstlerische Dolmetscherwerkstatt fördert diese Archivalien zutage und stößt dabei auch auf die Aufzeichnungen zu einem prominenten translatorischen Streitfall, das lateinische Wörtchen „sola“ betreffend:

Wir laden herzlich ein zu dieser Aufführung am
Freitag, 23. Juni 2017 um 18 Uhr  /  Stadtbibliothek Weberbach, Lesesaal  /  Trier, 

Weberbach 25, 54290 Trier

 
Der Eintritt ist frei!
 
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Liquid Penguin Ensemble:
DER FALL SOLA
Neueste Sendbriefe vom Dolmetschen
sprachmusikalische Performance mit live-Zeichner
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mit Katharina Bihler (Text, Stimme), Stefan Scheib (Komposition, Kontrabass, Zuspiel), Monika Bagdonaite (Viola), Julien Blondel (Violoncello), Kaori Nomura (Klavier), Klaus Harth (live-Zeichnung),
Kammerchor portavoci Trier (Leitung Nicolas Billaux),
Holger Stedem (Sounddesign), Ulrich Schneider (Licht/Raum), Marcus Droß (Beratung)
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Die Aufführung bildet auch den Abschluss eines Symposiums zu Caspar Olevian, das tagsüber am selben Ort stattfindet. Weitere Informationen zum Symposium hier

Wir freuen uns auf Sie und Euch,Ihre/Eure Pinguine

zwei Türme zu SOLA

Donnerstag, Juni 15th, 2017

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Am 23. April 2017 kann man in der Stadtbibliothek Trier eine weitere Aufführung von DER FALL SOLA des Liquid Penguin Ensembles erleben. Hier wäre der Eintritt sogar frei! 18 Uhr. Weberbach 25. Ganz in der Nähe der TUFA. Hier noch zwei Blätter, die dort auch zu sehen sein werden, und die das Geschehen auf der Bühne auf andere Art beleuchten werden.