Archive for the ‘arbeitstagebuch’ Category

FIGUR UND RAUM -MENSCHEN SKIZZIEREN

Donnerstag, Dezember 27th, 2018

Ein Kurs der VHS Neunkirchen. Anfänger können sich hier im figürlichen Zeichnen ausprobieren. Worauf kommt es bei den Proportionen an? Wie kann man auf einfache Art Menschen skizzieren? Wie bekommt man Figuren zum Stehen, Sitzen oder Gehen? Und wie verhält sich das sowieso mit dem Raum, in dem das alles stattfindet?

3 Termine, Samstag 5.1., 12.1. und 19.1.2019.  Jeweils 15 – 18 Uhr.

Wo? -> vhs im KULT, Kulturzentrum Neunkirchen, Marienstraße 2.

Zur sensationellen Kursgebühr von 29,- €. Anmeldung bei der vhs Neunkirchen, Tel.: 06821 – 202 552. Oder schriftlich unter www.vhs-nk.de

Eintrag Nr. 3599

Samstag, Dezember 22nd, 2018

Jetzt hab ich mir gestern was zu Weihnachten geschenkt: Bahnhofsbuchhandlung Neunkirchen: eine Ausgabe von „DU“ mit dem Schwerpunktthema Wolfgang Beltracchi. Da sind viele Bilder drin und ein paar Texte – und ich wollte mir mal ein profundes Bild zu diesem Phänomen machen. Ich hatte mir vor längerer Zeit ein paar Folgen auf 3SAT angesehen, wo er Prominente „in der Handschrift von“ (wie er das nennt) portraitiert hat. Daniel Kehlmann ist in dieser Sendung in meinem Ansehen einige Grade nach unten gerutscht. Nun hab ich „Die Vermessung der Welt“ nie gelesen, dafür aber „Ruhm“. Jedenfalls fand ich Daniel Kehlmann für meine Begriffe sehr unkundig in seinem Kunstverständnis und recht ausschnittkrabbelnd. „Aber wer Beltracchi aus der Nähe bei der Arbeit erlebt, mit all der Hingabe und der scharfen Aufmerkamkeit, all den Einfällen und der Liebe zu den kleinsten Details, gar nicht zu reden von seinem unglaublichen Können, der fragt sich irgendwann: Wenn dieser Mensch kein echter Künstler ist, wer bitte soll dann ein echter Künstler sein?“ So Kehlmann.

Bei einem Maler, der dann unfreiwillig als Fälscher aufgeflogen ist, ist natürlich die Frage, wer denn nun ein echter Künstler sei, wenn nicht dieser, dann doch ein wenig delikat, und ich denke: unfreiwillig zweideutig. Beltracchi ist ein falscher Künstler.

Denn zum Künstlersein gehört der Einsatz des Lebens. Der Mut zum Risiko und zum Scheitern. Der Mut, sich zu blamieren. Ausgelacht zu werden.

Zu all dem hat Beltracchi der Mut gefehlt.

Es wird in vielen dieser Texte in „DU“ von renommierten Schreibern von des Kaisers neuen Kleidern gesprochen, eine Herrschaftswissen-Kunst-Elite postuliert und und und.

Und man staunt.

Beltracchis Können wird gelobt. Und er wird auch selbst nicht müde, es immer wieder auch selbst zu loben. Er könne 400 künstlerische Handschriften aus mindestens fünf Jahrhunderten. „Sein“ Campendonk war besser als Campendonk selbst. Und hat den Preis für Campendonks auf neue Höhen getrieben. Und Eigenlob, so wusste schon das kleine Kläuschen von seiner Oma, soll ja bekanntlich olfaktorisch ins Gewicht fallen.

400 Handschriften! Wow: ein richtiges Zirkuspferd. Kann höher und öfter springen als alle anderen. Und wenn einer besonders schön springen kann, dann kann er es nochmal so gut nachmachen.

Dass hier nicht nur eine künstlerische Lebensleistung desavouiert wird (im Falle von Campendonk etwa), scheint niemand zu stören und niemand zu bemerken.

Was muss das aber andererseits für eine unglaubliche Verletzung sein, als Meisterfälscher bekannt und dafür gelobt zu werden und andererseits zu wissen und zu spüren, dass da nichts Eigenes ist, keine Persönlichkeit, keine Haltung, kaum etwas von wirklichem Interesse; und überhaupt: eine groteske Verwechslung von Handschrift und Haltung.

Die als eigene ausgegebenen Werke, die keine Malereien „in der Handschrift von“ sind, sind größenteils von einer unglaublichen Einfallslosigkeit und Banalität: eine gitarrespielende Frau und davor eine Engelsfigur, die in ihrer Maskenhaftigkeit ein wenig an Mephisto erinnert (und dazu für meinen Geschmack, der Abbildung im Heft zu schließen: schlecht gemalt) – solche Vorstellungen entwickelt man vielleicht in der Pubertät, wenn man zuviel Blaue Periode geguckt hat. Zwei drei wenige halbwegs interessante Einfälle gibt es zugegebenermaßen durchaus. Eine Zeichnung stürzender Engel etwa, die mich ganz entfernt an Johannes Grützke Zeichnungen erinnern, nur war dieser radikaler und härter. Beltracchi kann es sich nicht verkneifen, ein paar zu elegante rote Farbspritzer als Blutspritzer einzubauen. Ansonsten aber ein durchaus in seiner Hell-Dunkel-Wirkung und in seinem flotten Federstrich ansprechendes Blatt. Die Menschenmenge im Hintergrund des Ölbildes (Öl und Aquarell mit Blattgold, klar, Blattgold o edles Material der Malkunst, drunter geht bei Engelsgeflitschel nix) „Abstürzender Engel“ ist auch nicht uninteressant gemacht. Bei dieser Darstellung eines stürzenden Engels aber würde ich den Stürzenden Ikarus bevorzugen oder Francis Bacon. Mich erinnert dieser Beltracchi-Engel ein bisschen an fotorealistische Zeichnungen, die ich so Anfang 20 verbrochen habe. Nix, auf was man stolz sein müsste. Egal.

Beltracchi ist kein Mann, für den gelten könnte: ich male, also bin ich. Für ihn ist viel wichtiger, was er kann, also eher: Ich kann, also bin ich. Also eine Art Potenzmalerei. (Auffallend ist ja auch, dass in kaum einem seiner Statements so etwas wie Zweifel geäußert wird. Zitat: „Vorher male ich noch das große Rosa-Luxemburg-Bild fertig. Das Bild ist fantastisch, die Komposition ist absolut stimmig. …“). Darf er ruhig machen. Stört mich ja nicht. Es irritiert mich nur.

Aber was mich wirklich stört: Dass hier einer auf Kosten anderer lebt, die vor ihm gedacht und gearbeitet haben, die vor ihm ihr Leben auf`s Spiel und sich dem Risiko des Scheiterns ausgesetzt haben, anstatt sich selbst ein Leben zu erarbeiten. Nicht nur ein Kunstnachmacher und -fälscher. Auch ein Lebensnachmacher und -fälscher.

Thomas Glavinic schreibt in „Die Technik des Schriftstellers in 13 Thesen“:

7. Wenn du Deinen Roman verstehst, ist er vermutlich nicht gut.

8. Wenn du ein Klassiker werden willst, darfst du nicht schreiben wie ein Klassiker.

9. Du bist neu. Die Welt ist neu. Die Motive sind alt. Aus dir, der Gegenwart und den großen Motiven muss etwas entstehen, was es noch nie gegeben hat.

13. Schreibe nicht für dich oder deine Leser, sondern nur für den Roman selbst.

Nur wo lustige Kneipe draufsteht, ist auch lustige Kneipe drin. Das heißt im Falle Wolfgang Beltracchis: nur weil man den Gedanken der anderen nicht folgen kann, ist man selbst noch kein Freidenker.

Und wenn jetzt aus dem Straftatbestand der Urkundenfälschung und des Betrugs ein künstlerisches Werk „in den Handschriften von“ generiert wird, dann hat das eine gwisse Frechheit und Chuzpe. Und wenn das jemand Scheiße findet, dann ist der gleich ein neidvoller und/oder wahlweise moralinsaurer Apostel.

Klar, ist jemand anderer Meinung, ist er, wie die gesamte Lügenpresse, gleich ein moralisch verklemmter Neider und Kunstbestimmer. Lügenpresse sagt Beltracchi nicht. Bei ihm heisst das ermittlernahe Presse.

Wäre Beltracchi als Fälscher nicht aufgeflogen, fänden seine anderen Arbeiten keinerlei Beachtung. Sie heben sich aus der Masse der massenhaften Malereiproduktion unserer Zeit kaum heraus. Da hat zwar einer technisches Wissen, leider aber nichts zu sagen, 400 beherrschte Handschriften und keine einzige Sprache.

Gut jetzt.

 

und so lebten sie alle tage:

Freitag, November 30th, 2018

Weihnachts-Geschäft

Freitag, November 30th, 2018

Weihnachten ist das Fest des Geldes.

In diesem Zusammenhang gibt es jetzt auch für 15,- € plus Versand die CD  DER RADIOZEICHNER mit Besprechungen und Geräuschen zu 15 Beiträgen zu Zeichnungen: jeweils Text und geräuschvolle Interpretation. Texte und Geräusche zu RICHARD TUTTLE, MARJANE SATRAPI, ALTEMAR FRIEGAUER, OLAF METZEL, JÖRN BUDESHEIM, RIKUO UEDA, GÜNTER FÖRG, ROSEMARIE TROCKEL, HORST JANSSEN, JOSEPH BEUYS, GIORGIO MORANDI, ALFRED HRDLICKA, KRH SONDERBORG, VERONIKA OLMA und LISA BORSCHEID. 15,- € plus Versand bei Interesse bitte E.mail an klaus_harth@web.de

Danke! (eine Weihnachtskarte gibt`s dann als Gratisgeschenk (so wie das heute gerne heißt) dazu. LG!

 

 

 

letztens im radio

Mittwoch, November 28th, 2018

bei der heimfahrt letztens im swr: ein philosphisches abendgespräch, bei dem einer der teilnehmer nicht mehr ganz sicher war, ob er sich an ein baudrillard-zitat erinnere: in marathon kämpften 42.000 soldaten und einer machte sich auf den weg, um die nachricht vom ausgang der schlacht zu überbringen – heute starten bei einem normalen marathonlauf mehrere tausend teilnehmer und kein einziger habe eine botschaft.

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Freitag, November 16th, 2018

die günstogeste Gelegenheit, an ein Bild aus der Vogelserie zu kommen, gibt es immer hier. nebst den anderen wundervollen entdeckungen der anderen teilnehmerinnen und teilnehmern, die hier teilnehmen und teilnehmen.

Eintrag Nr. 3560

Mittwoch, November 14th, 2018

nur so eine Gedankennotiz: ich portraitiere alle Bäume von Burbach. Und: In regelmäßigen Abständen werden die an bestimmten Straßen parkenden Automarken notiert: Burbach, mon amour.

Eintrag Nr. 3556. Zwischenbericht.

Montag, November 12th, 2018

Auch wenn ich letzte Nacht übel vom Weltuntergang geträumt habe, geht es doch irgendwie weiter. Ich bin aufgewacht, habe mich kurz geschüttelt und in der Saarbrücker Zeitung stand dann doch nichts dergleichen. In meinem Traum wusste man sowieso von nichts: Kein Telefon, kein Internet, keine Nachricht, nix, mit Ausnahme, dass man gemerkt hat: irgendwas stimmt nicht, wo sind die Menschen, was ist passiert. Man konnte sich aussuchen, gleich in eine Grube zu steigen, um dort zu sterben, was einem empfohlen wurde, oder auf eigene Verantwortung das Überleben zu versuchen. Ich entschied mich dann für letzteres, die Grube war mir zu dunkel und klaustrophobische Dinge sind mir zuwider. Wir lebten in einem verlassenen Mietshaus mit langen Fluren mitten in einem Wald und machten uns Gedanken, was wohl passiert sein könne und wie es wohl weitergeht. Der Traum war durch eine kurze Bewusstseinsphase unterbrochen, in der mir klar war, dass es sich nur um einen Traum handelt, der Traum war aber so stark, dass er danach thematisch fortgeführt wurde.

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Montag, Oktober 22nd, 2018

aus gegebenem Anlass

Mittwoch, Oktober 10th, 2018

SCHWEINESONNEN III – Kassel.

Jens Andres, Jörn Budesheim, Magrit Gerhus, Christiane Hamacher, Klaus Harth, Vera Kattler, Ruth Lahrmann, Veronika Olma, Armin Rohr, Judith Rozsas, Gerhild Werner, Oliver Kelm, Maja Oschmann.

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 19. Oktober 2018
19.30 Uhr

Ausstellungsdauer:
19. 10. bis 04. 11. 2018

Öffnungszeiten:
Fr bis So, 16 – 19 Uhr
und n.V., Telefon: 0561 / 31 65 420

Kunstbalkon e.V.
Frankfurter Straße 62 | 34121

WOLKENKURS

Samstag, September 29th, 2018

LETZTE AUSFAHRT MARIENBAD, oder wie das hieß: nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Wolken zieh`n vorüber und wir werden sie festhalten. Man muss die Dinge auch mal festhalten, nicht nur immer alles loslassen…

MELD`DICH AN!

gesterday abend

Samstag, September 22nd, 2018

aus unserer beliebten Serie: „haben Hunde einen gestalterischen Willen?“ dokumentieren wir hier den Versuch der Darstellung des Urknalls durch Benni Borscheid-Hermann vermittels einer Packung Papiertaschentücher

die unvergänglichkeit ist unzulänglich

Mittwoch, September 19th, 2018

Heute die erste Ortsbegehung und Phase 1, das Finden eines Stammcafés, erfolgreich abgeschlossen. Phase 2 für nach den Herbstferien angesetzt: graphische Begehung, Finden von brauchbaren Mustern.

Raumkonzept

Mittwoch, September 19th, 2018

Veranstaltungstippp

Sonntag, September 16th, 2018

Eröffnung jetzt am Donnerstag, 20.9. um 19Uhr30 in  Mannheim-Feudenheim, Neckarstraße 3!

imitatio hundi

Donnerstag, September 13th, 2018

suche die 10 Unterschiede, aber vor allem: finde den echten Hund:

 

morgen

Samstag, September 8th, 2018

Eine wahre Epidemie der persönlichen Last-Minute-Absagen ist über uns hereingebrochen. Wir wollen den Kurs allerdings noch retten und auf alle Fälle stattfinden lassen. Morgen, Treffpunkt 10 Uhr 30 am Forsthaus Neuhaus. Wer es also spontan mag, hat noch eine Chance!

Hermann Nitsch wird 80!

Mittwoch, August 29th, 2018

Unser Rezepttipp des Tages:

Boudin mit Rote-Beete-Salat.

sound: wemmetsweiler, so gegen 12 uhr mittags

Donnerstag, August 23rd, 2018

cy twombly gießt seine Balkonpflanzen

Dienstag, August 21st, 2018